
In meinem Beitrag vom 9. Dezember hatte ich bereits über mein LTE Failover Setup berichtet. Das Ganze war keine Vorsichtsmaßnahme, sondern eine notwendige Reaktion auf die Realität: Seit August 2025 sind wir Kunden bei Deutsche Glasfaser und zum Zeitpunkt der Installation des Failovers hatten wir bereits drei komplette Ausfälle hinter uns, die jeweils mehrere Tage dauerten. Die bittere Bestätigung folgte prompt: Nur wenige Tage nachdem ich das Failover System fertiggestellt hatte, kam es bereits zum nächsten Totalausfall.
Für jemanden, der im Homeoffice arbeitet und darauf angewiesen ist, dass die Verbindung stabil funktioniert, ist das ein unhaltbarer Zustand. Auch meine Frau ist tagsüber auf einen funktionierenden Zugang zum Internet angewiesen. Wenn man dann gezwungen ist, rund 250 € in zusätzliche Hardware und SIM Karten zu investieren, nur um die Unzuverlässigkeit des Providers aufzufangen, hört der Spaß endgültig auf.
Unverhoffter Besuch an der Haustür
Zwei Tage vor Heiligabend passierte dann etwas, das ich normalerweise unter der Kategorie ‚braucht man nicht‘ verbuche: Jemand von der Telekom klingelte an der Haustür. Ich bin wahrlich kein Fan von Haustürgeschäften, aber das Timing hätte nicht besser sein können.
Die Telekom baut in unserem Ort nun ebenfalls ein eigenes Glasfasernetz aus. Der Mitarbeiter fragte nach meinem aktuellen Internetzugang und als ich die Deutsche Glasfaser erwähnte, kam direkt die Anschlussfrage: „Und, sind Sie zufrieden?“ Die Antwort war kurz und ehrlich: Nein!
Der Wechsel ist beschlossene Sache – technisch und finanziell
Kurz gesagt, ich habe nicht lange gefackelt und unterschrieben. Die Telekom ist zwar nicht unbedingt mein Wunschpartner, aber nach den Erfahrungen der letzten Monate bin ich überzeugt: Es kann eigentlich nur besser werden.
Neben der (hoffentlich/sicherlich/sehr wahrscheinlich) höheren Stabilität gibt es noch einen weiteren, handfesten Vorteil: Bei identischer Leistung ist die Telekom sogar 20 € im Monat günstiger als mein aktueller Vertrag bei Deutsche Glasfaser. Über die Mindestlaufzeit gerechnet ist das eine ordentliche Ersparnis für die gleiche Bandbreite.
Der weitere Plan:
- Die Telekom will bis September 2026 eigene Fasern verlegen.
- Wir erhalten einen zweiten FTTH-Anschluss und das dazu noch kostenfrei.
- Der eigentliche Wechsel findet spätestens nach Ablauf der zwei Jahre bei Deutsche Glasfaser statt.
Es besteht sogar die berechtigte Hoffnung, dass der Wechsel früher klappt. Laut dem Berater gab es wohl schon etliche Fälle, in denen Kunden vorzeitig aus den Verträgen der Konkurrenz herausgeholt wurden. Ich bin gespannt, ob das klappt, aber allein die Perspektive auf einen stabilen Anschluss lässt mich dem Wechsel freudig entgegenblicken.
Vier Ausfälle in vier Monaten sind schlichtweg zu viel. Ein Glasfaseranschluss soll das Leben einfacher und stabiler machen und nicht verkomplizieren. Ich werde berichten, wie es mit dem Ausbau der Telekom weitergeht.
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Update: 15.01.2026
„Mehr Verbraucherschutz bei Glasfaservertrag dank BGH – wichtiges Gerichtsurteil“
Der Blogpost von Armin König (siehe HIER) berichtet über das Urteil des Bundesgerichtshofs. Interessant und wichtig für alle, die in einer ähnlichen Situation stecken!
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