Ich habe zum Black Friday bei der Telekom einen Prepaid-Jahrestarif mit 360 GB Datenvolumen gekauft. (Wofür erkläre ich in einem späteren Beitrag.) Der Deal ist eigentlich simpel: 30 GB pro Monat, zwölf Monate lang, nicht verbrauchtes Volumen wird jeweils in den nächsten Monat übernommen. Am Ende ergibt das die beworbenen 360 GB.

Technisch funktioniert das auch genau so. Sobald die Karte im Kundenkonto auftauchte, zeigte das Portal korrekt 30 GB für den ersten Monat an. Zusätzlich steht dort die Option „Magenta Black Days 2025“, die für das erhöhte Datenvolumen sorgt. Also eigentlich alles in Ordnung.

Und dann kam die Telekom mit ihren Unterlagen.

Das vorvertragliche PDF – aus einer Parallelwelt

Kurz nach der Bestellung kam die übliche Mail mit den „Vorvertraglichen Pflichtinformationen“. In dieser PDF steht schwarz auf weiß:
13 GB pro Monat. (Das entsprechende Dokument habe ich [HIER] verlinkt. Rote Markierung von mir.)

Das ist der Standard-Jahrestarif, ohne jede Aktion. Mit dem tatsächlichen Aktionspaket hat das rein gar nichts zu tun. Die Telekom verschickt dieses Dokument als statische Standardunterlage. Das aber völlig unabhängig davon, was man wirklich gebucht hat. Aktionen tauchen darin schlicht nicht auf.

Die der Karte beigefügte Rechnung zeigt zudem keinerlei Spur von einem gebuchten Datenvolumen. Im Gegenteil. Denn der Artikeltext ist, wie immer, verklausuliert und ohne sinnvolle Information für den Kunden.

Und genau das ist das Problem:
Das Kundenkonto zeigt 30 GB. Die Unterlagen zeigen 13 GB oder einfach gar keine Information zur eigentlich wichtigsten Eigenschaft dieses Artikels.

Jetzt weiß ich, dass bei der Telekom immer das zählt, was im System gebucht ist und nicht das, was in irgendeinem Pflicht-PDF steht. Aber jemand, der das nicht weiß, könnte schnell glauben, er hätte das falsche Produkt bekommen. Dabei wollte ich selbst ja auch nur sicher gehen und prüfen, ob mir tatsächlich der richtige Tarif zugebucht wurde. Aber Papier ist bekanntlich geduldig. Vor allem bei der Telekom.

Was bedeutet das für andere Telekom-Kunden?

Ich habe recherchiert. Kurz gesagt: Nicht vom PDF verunsichern lassen. Entscheidend ist immer das, was im Kundenkonto steht. Aktionen wie das Black-Days-Paket werden in den vorvertraglichen Dokumenten oft nicht korrekt angezeigt.

Auszug aus dem Telekom Kundenportal für die gekaufte SIM-Karte. Hier scheint alles ok zu sein.

Aber es ist der gleiche Ranz wie vor 20 Jahren

Das alles ist mir nicht neu. Genau solche Widersprüche hatte ich mit der Telekom schon vor Jahrzehnten. Schon immer. Das war auch einer der Gründe, warum ich dem Unternehmen damals den Rücken gekehrt habe.

Die Telekom schafft es bis heute nicht, Angebote, Aktionen und Unterlagen sauber zu synchronisieren.

Es gibt den Standardtarif.
Es gibt den Aktionsbaustein.
Und es gibt zwei Welten, die bei der Telekom einfach nicht miteinander reden. Von den Artikeltexten auf den Rechnungen will ich gar nicht erst anfangen. Die haben nur mit viel Glück etwas mit dem abgerechneten Produkt zu tun.

Fazit

Technisch ist alles korrekt. Der Tarif funktioniert. Das System zeigt die richtigen Werte. Nur die Dokumentation ist wieder einmal ein Sammelsurium aus veralteten Textbausteinen und Pflichtangaben, die nicht zum tatsächlichen Produkt passen. Das könnte man lösen. Macht die Telekom aber seit Jahrzehnten nicht.

Wer das Black-Days-Angebot der Telekom mit 360 GB kauft, sollte sich nicht auf die vorvertraglichen Informationen verlassen.

Die Telekom verkauft ein aktuelles Black-Days-Angebot mit 30 GB/Monat, dokumentiert es aber mit einem PDF, das nur den Standardtarif mit 13 GB ausweist. Die Wahrheit steht im Kundenkonto, nicht in den Unterlagen.

Ich war zwei Jahrzehnte nicht Kunde, aber die Telekom begrüßt mich, als wäre ich nie weg gewesen: gleicher Papierkrieg, gleiche Widersprüche, dieselbe Telekom. Alles, wie immer.